Illegale Downloads und die Strafe

02.11.2012

In den USA wurde eine Frau verurteilt zu einer Schadenersatzforderung von 220.000 Dollar, weil Sie 24 Musiktitel illegal heruntergeladen hatte.

Die Recording Industry Association of America (RIAA), ein Verband der Musikindustrie aus den USA, klagt für die Rechte von vier großen Plattenlabels. Der Vorwurf gegen den Beklagten lautete, dass er 1.700 Musiktitel illegal heruntergeladen hat und für andere zur Verfügung gestellt habe. Die Klage wurde gegen 24 Verstöße gegen das Urheberrecht eingereicht.

In den letzten Jahren verklagte die RIAA 18.000 Einzelpersonen, wobei es oftmals mit einem Vergleich endete oder direkt abgewiesen wurde.

Ein sechzehnjähriger wurde verklagt zu einer Schadensersatzklage von 675.000 Dollar, weil er 30 Musiktitel zur Verfügung stellte.

Die RIAA schloss sich mit vielen amerikanischen Interprovidern zusammen, um gegen die Urheberrechtsverletzung vorzugehen. Die Kunden der Provider werden erst einmal höflich darauf hingewiesen nicht gegen Urheberrechte zu verstoßen und im Wiederholungsfall würde der Internetzugang gesperrt werden. Der Provider filtert alle Downloads, um an die illegalen Orte zu gelangen. Dies ist aber ein Datenschutzverstoß.

In Deutschland wollte eine Kanzlei ihre Gegner öffentlich im Internet angeben. Die Mandanten der Kanzlei sind größtenteils aus der Erotik-Branche, es ging um den illegalen Download von Pornofilmen. Das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht verbot der Kanzlei dieses Vorhaben.