Werden die Daten von Minderjährigen im Internet gespeichert?

08.11.2012

Viele Unternehmen haben sich die Zielgruppe Kinder für Ihre Werbung im Internet herausgesucht. Kinder und Jugendliche sind sehr gut zu beeinflussen, da diese nur selten Kritik äußern und schnell zu begeistern sind. Produkte wie Online-Games, Gewinnspiele oder Kinderklubs sind im Internet reichlich vertreten und scheinbar kostenlos.

Der Gesetzgeber schützt Minderjährige im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Telemediengesetz (TMG) und im Jugend-Medienschutz-Staatsvertrag (JMAStV). Viele Anbieter missachten die Gesetze und verlangen von Kindern Ihre eigenen Daten einzugeben und auch die von ihren Freunden.

Die Erforderlichkeit der Daten für eine Dienstleistung darf für Angebote für Kinder nicht über das notwendige hinaus gehen. Laut dem TMG §13 Abs. 6, sollte die Nutzung von Onlineangeboten und die Bezahlung anonym oder unter einem Pseudonym ermöglicht werden. Oftmals reicht die E-Mail-Adresse aus.

Eine Einwilligung bezüglich der Verwendung persönlicher Daten erfolgt über eine Einwilligung durch einen Erziehungsberechtigten, da es bei Kindern schwer einschätzbar ist, ab wann ein Kind versteht was mit seinen Daten passiert.

Auf den sogenannten Kinderseiten muss das Internetangebot eindeutig und klar verständlich für Kinder formuliert werden. Das heißt, dass alle Informationen, die Datenschutzbestimmungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch von Kindern verstanden werden.