Zweiklicklösung: Wie lässt sich Datenschutz beim Gefällt-Mir-Button realisieren?

22.05.2013

Ein „Like“ hier, ein „+1“ da und der Hinweis via Twitter, dass eine Internetseite gefällt: Nutzer haben inzwischen auf fast jedem größeren und kleineren Portal die Option, den Daumen virtuell zu heben und via Social Media zum Erfolg einer Präsenz beizutragen. Ganz ohne sind die Buttons, die wie Pilze aus dem Boden schießen, allerdings nicht. Sie übertragen Daten. Auch dann, wenn man sie nicht klickt. Die Nutzer der sozialen Netzwerke, die bereits eingeloggt sind, legen auf diese Weise eine breite Spur, welche Seiten sie im Laufe des Tages aufrufen. Das lässt sich durchaus vermeiden, wenn man als Seitenbetreiber dem Datentransfer einen Riegel vorschiebt.

Das heißt nicht, dass auf die beliebten und im Sinne des Marketings durchaus gewollten Likes verzichtet werden muss. Es geht vielmehr darum, den Datenschutz und damit auch die Privatsphäre der Besucher so gut es geht zu wahren. Dazu hat sich auch heise online Gedanken gemacht und eine recht simple Lösung erarbeitet. Die Gefällt-Mir-Buttons sind nach wie vor auf jeder Seite integriert, aber nicht aktiv. Sie haben keinerlei Verbindung zu den sozialen Netzwerken. Erst, wenn der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes aktiv wird und die Buttons aktiviert, kann er per Mausklick seine Stimme abgeben und die Seite empfehlen.

Es ist also relativ einfach: Ohne explizite Zustimmung kommuniziert der Button nicht mit seiner „Zentrale“. Diese Zwei-Klick-Lösung von heise online – Klick eins, um den Button zu aktivieren; Klick zwei für das Like, +1 oder den Tweet – gilt jeweils nur für die Seite, die gerade aufgerufen wurde. Wem das zu aufwendig ist, der hat die Möglichkeit, dem Button des jeweiligen Netzwerkes für die gesamte Präsenz dauerhaft grünes Licht zu geben und kann dann spontan entscheiden, ob ein Like angebracht ist. Für Webmaster stellt heise online den Code für den 2-Klick-Button kostenlos zur Verfügung (Open-Source-Lizenz): http://www.heise.de/extras/socialshareprivacy/