Was bedeutet die SEPA-Umstellung für Verbraucher und Unternehmen?

31.07.2013

Am 1. Februar 2014 ist es soweit: Kontonummer und Bankleitzahl werden durch ihre internationalen Pendants IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) abgelöst und machen endgültig den Weg frei für SEPA, die Single Euro Payments Area. Eingeführt wurde der neue Standard bereits im Jahr 2008. Bislang haben sich allerdings weder Unternehmen noch Verbraucher sonderlich dafür interessiert. Dabei betrifft es jeden. Nicht nur, weil man sich für die Bankverbindung deutlich mehr Zahlen merken muss. Auch, weil das Verfahren datenschutzrechtlich durchaus von Belang ist.

Hinter SEPA steht der Wunsch nach einem einheitlichen Zahlungsverkehrsraum, der die unterschiedlichen Systeme der einzelnen Länder ablösen soll. Das hat den Vorteil, dass internationale Zahlungen und Lastschriften zügiger abgewickelt werden können und gleichsam weniger fehleranfällig sind. Für Firmen bringt die Umstellung einiges an Arbeit mit sich. Sie benötigen eine Gläubiger-ID – Ansprechpartner ist die Deutsche Bundesbank –, um auch künftig Geld vom Konto ihrer Kunden abbuchen zu dürfen. Darüber hinaus sind unter Umständen neue Lastschriftvereinbarungen nötig, muss die Buchhaltung an das SEPA-Verfahren angepasst werden und sollten jetzt schon die neuen Bankdaten auf die Geschäftspapiere gedruckt werden.

Für Privatpersonen ändert sich in erster Linie die Bankverbindung, wenngleich sich die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl in der IBAN wiederfinden. Hinzu kommt der Bank Identifier Code für internationale Transaktionen. Er leitet sich vom SWIFT-Code ab (SWIFT: Society for Wordwide Interbank Financial Telecommunication). An diesem Punkt kommt dann auch das Thema Datenschutz ins Spiel. Denn das Abkommen zwischen EU und USA regelt die Möglichkeiten US-amerikanischer Behörden, auf die Daten zuzugreifen. Im Rahmen des SWIFT sind zum Beispiel die Namen des Absenders und des Empfängers hinterlegt. Kommt nun das SEPA-Verfahren, wird befürchtet, dass sämtliche Transaktionen mit SWIFT-Code der Überwachung durch die USA unterliegen.