Das sollte Sie nicht überraschen: Wieder Ärger für Facebook!

17.02.2016

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Die vielen kleinen und großen Nadelstiche, die Facebook in den vergangenen Jahren von Datenschützern einstecken musste: Sie alle scheinen den Konzern nicht einen Millimeter aus der Bahn geworfen zu haben. Das soziale Netzwerk macht fast überall weiter wie gehabt. Jetzt versucht die französische Datenschutzbehörde CNIL, dem Giganten die Leviten zu lesen.

Vorwurf: Datenerhebung ohne Zustimmung

Für das Einschreiten der Franzosen gibt es zwei Gründe. Sie monieren zum einen, dass Daten von Personen gesammelt werden, die kein Facebook-Konto haben. Das geschieht völlig unbemerkt beim Aufruf einer Facebook-Seite. Dabei speichert das System ein Cookie im Browser, der eifrig Informationen sammelt und an die Datenkrake sendet.

Dieses Problem hat man auch in Belgien erkannt und ist bereits aktiv geworden. Ein Gericht hat im November entschieden, dass Facebook keine Daten belgischer Internetnutzer mehr erheben darf, die nicht beim sozialen Netzwerk angemeldet sind. Nutzer ohne Profil müssen geblockt werden. Damit gibt sich der Konzern allerdings nicht zufrieden. Die absurde Begründung, weshalb das Urteil angefochten wird: Es müsse in den offiziellen Landessprachen verfasst sein. Das heißt in Niederländisch, in Französisch und in Deutsch. Doch der Urteilstext weise auch englische Worte wie Homepage und Cookie auf.

Vorwurf 2: die Datenübertragung in die USA

Der zweite Punkt auf der CNIL-Liste: Facebook übertrage weiterhin personenbezogene Nutzerdaten auf Basis des im Oktober für ungültig erklärten Safe-Harbor-Abkommens in die USA. Auch dem widerspricht Facebook. Die Datenübermittlung erfolge nach anderen Verfahren und sei somit nicht vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes betroffen.

Drei Monate Schonfrist für Facebook

Drei Monate hat Facebook nun Zeit, die französischen Datenschützer davon zu überzeugen, dass geltende Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. Sonst drohen Sanktionen. Die könnten dann drastischer Natur sein. Bis hin zum Verbot, Daten in die USA zu senden. Und das nicht nur in Frankreich, sondern auch in Belgien, Spanien, den Niederlanden und der Bundesrepublik. Denn das Vorgehen der Franzosen war von Anfang mit den Amtskollegen abgestimmt.

Setzen Sie Facebook datenschutzkonform ein?

Wenn Sie Facebook nutzen, achten Sie darauf, alle nötigen Maßnahmen im Hinblick auf den Datenschutz zu treffen. Dabei helfen wir Ihnen als Ihr externer Datenschutzbeauftragter. Setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung – per Telefon oder über unser Kontaktformular – damit wir zeitnah einen Termin vereinbaren können.