Enge Verzahnung von Geschäftsmodell und Nutzerdaten – Unternehmen müssen vorsichtig sein

14.07.2016

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In den USA wurden vor wenigen Tagen ein spannender Fall rund um die Veröffentlichung personenbezogener Nutzerdaten im Internet vor Gericht verhandelt. Ein Nutzer des Musik-Dienstes „Pandorra“ klagte gegen das Startup, weil es seine Playlist mit den bisher von ihm gehörten Musiktiteln in seiner Facebook Timeline veröffentlichte. Der Mann ist der Meinung, dass dadurch seine Persönlichkeitsrechte verletzt wurden und forderte Schadensersatz.

Generell sind Menschen, die in den USA leben, durch den Preservation of Personal Privacy Act (PPPA) gut geschützt. Das Gesetzt spricht vor allem „Kunden“ einen grundlegenden Datenschutz zu. Allerdings musste das höchste Bundesgericht von Michigan, das den Fall - nachdem er von mehreren Gerichten weitergereicht wurde - verhandelte, zuletzt im Sinne des Unternehmens entscheiden. Wer der Kläger kein „Kunde“ ist (er nutzte den Service kostenlos), würden die Schutzmechanismen des PPPA in seinem Fall nicht greifen.

Startup hat noch einmal Glück gehabt

In diesem Fall hat das Musik-Startup nochmals Glück gehabt - insbesondere in einem Land wie den USA, wo die Gericht dafür bekannt sind, dass sie Unternehmen oftmals satte Strafen aufbrummen. Allerdings dürfte der Fall zu einem Wachrütteln geführt haben. Etliche Web-Unternehmen werden in Zukunft vorsichtiger sein, wenn sie Daten ihrer Nutzer veröffentlichen möchten.

Der Fall ist auch für Unternehmen, die in Deutschland agieren, ungemein spannend. Gerade im Startup-Umfeld tummeln sich viele kleine Unternehmen, in denen das Thema Datenschutz ein wenig sorglos betrachtet wird. Kein Wunder, viele dieser Unternehmen sehen in den Nutzerdaten ihr größtes Kapital, längst werden Daten als das „Gold“ oder „Öl“ der Zukunft bezeichnet.

Allerdings sollten sich Startups und andere Unternehmen unbedingt absichern. Die Veröffentlichung sensibler Daten ist zwar nicht grundsätzlich untersagt, jedoch sollte zuvor das Einverständnis des Betroffenen eingeholt werden, damit es gar nicht erst zu solchen Schwierigkeiten kommt.

Datenschutz in der Digitalwirtschaft - wir helfen weiter

Unternehmen, die in der Digitalwirtschaft durchstarten möchten, sind deshalb gut damit beraten, sich vom Experten beraten zu lassen. Wir können z.B. Unterstützung im Social Media Datenschutz leisten, damit später eine Veröffentlichung von Daten in den sozialen Medien oder ähnlichen Kanälen möglich ist, ohne rechtliche Schwierigkeiten befürchten zu müssen. Interessenten stehen wir telefonisch sowie über unser Kontaktformular zur Verfügung.