Schockierende Untersuchung: So eifrig sammeln Unternehmen unzählige Daten von Internetnutzern

24.08.2016

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Wer im Netz surft und verschiedene Dienste nutzt, gibt unweigerlich Daten weiter. Für die meisten Nutzer ist dies schon lange keine Überraschung mehr. Allerdings ist ihnen nur selten bewusst, in welchem Umfang die Erfassung der Daten erfolgt. Er ist deutlich größer, als allgemein vermutet wird. Dies bestätigt eine Mitteilung, die von der Nachrichtensendung „heute“ kürzlich im Web veröffentlicht wurde. Die für das ZDF tätigen Redakteure berufen sich auf eine Untersuchung, die von Netzspezialisten durchgeführt wurde. Letztere haben einen Router gebaut, mit dessen Hilfe sie sich in der Lage befinden, den Datenverkehr von Computern und Smartphones mit dem Internet im Detail zu erfassen und auszuwerten.

Mehr als 1.000 Unternehmen sind fleißig am Sammeln

Die Auswertung liefert wenig erfreuliche Erkenntnisse. Wer heute im Web surft, gibt nicht nur viele Daten preis, sondern muss auch damit rechnen, dass sie in zahlreiche Hände gelangen. Ganz vorne spielen natürlich die großen Anbieter wie Google und Facebook mit, die entsprechende Informationen vor allem nutzen, um ihre Werbung bestmöglich zu vermarkten. Doch wer meint, dass dies schon schon alles gewesen ist, liegt falsch. Mehr als 1.000 Unternehmen sammeln fleißig Daten und tauschen sie oftmals sogar untereinander aus. Das Spektrum der erhobenen Daten ist breit gefächert. Datensammler erfahren, auf welchen Webseiten Nutzer unterwegs sind, aus welchen Ländern sie auf das Web zugreifen und wie es um deren Bildschirmauflösungen bestellt ist. Ebenso wird versucht, die Nutzer möglichst eindeutig zu identifizieren. Die Identifizierung gelingt mittlerweile relativ gut. Im Smartphone Umfeld werden z.B. Gerätenummern erfasst. Ebenso wird versucht, Telefonnummern über Messenger festzustellen. Zudem besteht eine sehr verbreitete Methode darin, E-Mail Adressen zuzuordnen.

Die meisten Nutzer stimmen unbewusst zu

Auf Basis dieser Daten befinden sich Unternehmen in der Lage, umfassende Nutzerprofile zu erstellen. Die Unternehmen wissen zum Beispiel, auf welchen Seiten eine Person häufig unterwegs ist. Meist lässt sich auch das Geschlecht mühelos bestimmen. Die Nutzer selbst können sich kaum dagegen wehren. Einer der Hauptgründe besteht darin, dass sie den Datenschutzbestimmungen der Anbieter zugestimmt haben. Wer sich bei einer Website anmeldet oder eine App installiert, erkennt die Bedingungen mit nur einem Klick an.