Windows 10 Datenschutz: Diese Einstellungen müssen Unternehmen beachten

01.12.2016

Datenschutz USA

Computer sind erst in Verbindung mit einem Betriebssystem nutzbar. Die meisten Unternehmen entscheiden sich für den Einsatz von Microsoft Windows. Kein Wunder, schließlich weiß dieses Betriebssystem mit einer guten Kompatibilität zu vielen Geräten, umfassendem Support und einem großen Softwareangebot zu punkten.

Viele Unternehmen haben lange Zeit an Windows XP festgehalten, weil die späteren Nachfolger Windows Vista und Windows 7 bei IT-Experten wenig Zuspruch fanden. Umso größer deshalb jetzt das Interesse, ein Update auf das aktuelle Windows 10 vorzunehmen.

Microsoft Betriebssystem im Fokus der Datenschützer

Windows 10 wurde von Microsoft mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die Verbesserungen in Sachen Effizienz und Komfort versprechen. Doch einige dieser Funktionen werden im Hinblick auf den Datenschutz als kritisch betrachtet. Schon mehrere europäische Datenschützer haben Microsoft für Windows 10 scharf kritisiert.

Allerdings richtet sich die Kritik keineswegs nur an den Entwickler des Betriebssystems. Ebenso richtet sie sich an Unternehmen, die Windows 10 einsetzen. Grund dafür sind Risiken bei Datenschutz und Datensicherheit. Zwar mag sich die neueste Version des Microsoft Betriebssystems leicht installieren lassen, doch leider können so manche Windows Voreinstellungen zu unmittelbaren Verstößen gegen geltende Datenschutzbestimmungen führen.

Einige Unternehmen begehen Verstöße im Datenschutz, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Eine gezielte Überprüfung der Einstellungen durch den Nutzer ist deshalb ratsam. Nur bei Wahl der richtigen Datenschutzoptionen ist eine ausreichende Sicherheit der Daten und Dateien gewährleistet.

Die größten Hürden beim Windows 10 Datenschutz

Eines der wesentliche Probleme beim Windows 10 Datenschutz sind die bereits erwähnten Voreinstellungen. Einige dieser Voreinstellungen mögen zwar großen Komfort versprechen, allerdings können sie zur Folge haben, dass Daten mit Personenbezug keiner ausreichenden Sicherheit unterliegen oder sogar unbewusst in die falschen Hände geraten.

In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, wie vielfältig das Spektrum an Risiken ist. Leider ist es uns nicht möglich, sämtliche Gefahrenquellen und Einstellungen im Rahmen dieses Beitrags aufzuzeigen - dafür sind es schlichtweg zu viele. Aber wir möchten einige Beispiele nennen, um auf mögliche Risiken bei der Nutzung von Microsoft Windows 10 in Unternehmen aufmerksam zu machen.

Verzahnung mit One Drive

Microsoft hat Windows 10 eng mit seinem Service One Drive verknüpft. Hinter One Drive steckt ein Cloudspeicher, der es dem Nutzer gestattet, Daten extern zu sichern und ggf. auch mit anderen Nutzern zu teilen. Die Kernidee mag zwar genial sein, allerdings kann es leicht passieren, dass Daten in die falschen Hände gelangen. Zudem besteht ein Risiko, dass die Daten auf Servern in den USA und somit in einem Drittland gespeichert werden. In Abhängigkeit von den bisher getroffenen Datenschutzmaßnahmen kann solch eine Datenübermittlung einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen bedeuten.

Unternehmen sollten deshalb im Detail evaluieren, ob sie One Drive aktiv nutzen möchten und ob sämtliche Anforderungen im Hinblick auf ein angemessenes Niveau im Datenschutz erfüllt werden. Ansonsten empfiehlt es sich, One Drive in den Einstellungen zu deaktivieren und Daten auf anderem Wege auszutauschen und zu sichern.

Microsoft Cortana

Mit Cortana hat Microsoft einen digitalen Assistenten herausgebracht, der mehr Effizienz und Komfort beim Erledigen verschiedener Aufgaben bieten soll. Zentrales Element ist eine Sprachsteuerung, über die der Nutzer z.B. Dateien suchen kann. Die Steuerung erfolgt jedoch keineswegs nur per Stimme, Cortana ist auch an bestimmte Eingabefelder gekoppelt, unter anderem an das Suchfeld im Windows 10 Dateimanager.

Leider kann auf diesem Weg (insbesondere über das Suchfeld) eine unbewusste Nutzung von Cortana erfolgen. Mit solch einer Nutzung kann wiederum eine ungewollte Übertragung von Daten mit Personenbezug erfolgen. Auch hier droht eine Datenübermittlung in die USA und somit in ein Drittland. Des Weiteren ist es in Abhängigkeit von den Datenschutzeinstellungen möglich, dass vom Gerät Daten über den Standort des Nutzers übertragen werden. Meist ist es daher besser, Cortana in den Einstellungen zu deaktivieren.

Feinheiten bei den Windows 10 Einstellungen

Neben One Drive und Cortana existieren viele weitere Funktionen, die Unternehmen beim Konfigurieren von Windows 10 berücksichtigen müssen. Da wäre z.B. die Microsoft Werbungs-ID, die es bestimmten Dienste-Anbietern gestattet, einen Nutzer zu identifizieren. Ebenso wird der Datenschutz durch die automatische Überprüfung des Eingabe- und Schreibverhaltens sowie die Synchronisierung mit externen Geräten gefährdet. Es gibt viele kleine Einstellungen, die überprüft werden müssen.

Externer Datenschutzbeauftragter für mehr Sicherheit

Der Windows 10 Datenschutz ist ein umfassendes Thema, bei dem es neben One Drive und Cortana auf viele kleine Details bei den Einstellungen ankommt. Zudem spielen die Daten und Geschäftsprozesse im jeweiligen Unternehmen eine große Rolle. Schlussendlich bedeutet dies, dass erst nach einer detaillierten Überprüfung gesagt werden kann, ob ein Unternehmen das Update auf Microsoft Windows 10 vornehmen sollte und welche Einstellungen zu berücksichtigen sind.

Es wäre riskant, ein Update durchzuführen, ohne im Anschluss die erforderlichen Datenschutzoptionen zu wählen und Datenschutzvoreinstellungen anzupassen. Ohne diese Maßnahmen könnte eine ungewollte Datenübermittlung erfolgen, die einen Verstoß gegen geltende Datenschutzbestimmungen darstellt.

Als externer Datenschutzbeauftragter stehen wir Unternehmen bundesweit und damit auch in Städten wie Erlangen oder München zur Verfügung. Wir entwickeln Datenschutzkonzepte und ergreifen Maßnahmen für den Datenschutz. Gerne beraten wir auch Sie. Für weitere Informationen sind wir über 0800 5600831 (gebührenfrei) sowie unser Kontaktformular erreichbar.