DSGVO-Bußgelder 2021: Unternehmen mussten mehr als 1 Mrd. Euro zahlen

14.01.2022

Werden Datenschutzverstöße an die zuständigen Aufsichtsbehörden gemeldet, bleibt dies nicht ohne Folgen. Sollten Unternehmen nachweislich gegen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen verstoßen haben, ist in den meisten Fällen mit der Verhängung eines Bußgeldes zu rechnen. Im vergangenen Jahr haben die europäischen Aufsichtsbehörden fleißig Bußgeldbescheide versendet.

Hohe Bußgelder aufgrund von Datenschutzverstößen

Kaum hat das neue Jahr begonnen, liegen auch schon Zahlen rund um die Verhängung von DSGVO-Bußgeldern in Europa vor. Das Unternehmen Atlas VPN hat ermittelt, dass die europäischen Aufsichtsbehörden in 2021 zusammen 412 Bußgeldbescheide ausgestellt haben. In Summe belaufen sich diese auf mehr als eine Milliarde Euro.

Das Gute an dieser Nachricht: Die Anzahl der Bußgeldbescheide ist vergleichsweise gering, zumal Deutschland mit gerade einmal 39 Bescheiden auf dem 6. Rang landet. Die Spitzenreiter sind Spanien (351 Bescheide), Italien (101 Bescheide) und Rumänien (68 Bescheide). Allerdings sollten sich Unternehmen deshalb nicht in falscher Sicherheit wiegen, da von Jahr zu Jahr fleißiger kontrolliert wird und bei den Behörden außerdem mehr Beschwerden eingehen. Seit Inkraftreten der DSGVO ist die Anzahl der Bescheide nach oben geklettert – und voraussichtlich wird dieser Trend anhalten.

Davon abgesehen werden betroffene Unternehmen kräftig zur Kasse gebeten. Am meisten bekommen dies große Unternehmen zu spüren, weil die Bußgeldhöhe an den Konzernumsatz gekoppelt werden darf. Deshalb war 2021 besonders für Amazon (746 Mio. Euro) und WhatsApp (225 Mio. Euro) ein teures Jahr.

Besser durchweg datenschutzkonform arbeiten

Die in Deutschland verhängten DSGVO-Bußgelder belaufen sich in Summe auf 50.160.083 Euro. Dies entsprecht einem Durchschnittswert von 1.286.155 Euro je Bescheid. Damit wird eine Größenordnung erreicht, die für zahlreiche Unternehmen ein nicht unerhebliches Ausmaß annimmt und damit unterstreicht, wie wichtig es mittlerweile ist, Datenpannen vorzubeugen und durchweg datenschutzkonform zu arbeiten.