Berücksichtigen Sie alle wichtigen Merkmale

Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen. Zum einen besteht die Möglichkeit sich für einen internen Datenschutzbeauftragten zu entscheiden. Bei ihm handelt es sich um eine Person, die unmittelbar im Unternehmen beschäftigt ist. Zum anderen kann ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt werden. In diesem Fall wird die Leistung bei einem spezialisierten Dienstleister eingekauft.

Welche Lösung für ein Unternehmen besser ist, hängt ganz von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche und Personalpolitik nehmen Einfluss darauf, wie am besten entschieden wird. Schlussendlich ist es so, dass beide Varianten ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Interner Datenschutzbeauftragter

  • Gute Kenntnisse über Abläufe und Prozesse im Unternehmen. Allerdings besteht ein Risiko der Betriebsblindheit.
  • Sofern er als Datenschutzbeauftragter noch unerfahren ist, drohen Anlaufschwierigkeiten. Die Effizienz ist gering und externe Unterstützung muss oft zusätzlich eingekauft werden.
  • Haftungsrisiko bleibt im Unternehmen. Der Mitarbeiter kann für Fehlentscheidungen oft gar nicht haftbar gemacht werden, sofern er nicht nachweislich mit Vorsatz gehandelt hat.
  • Hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Haupttätigkeit im Vordergrund bleibt und die Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten hinten angestellt werden.
  • Mitarbeiter reagieren auf Anfragen oft nur langsam oder gar nicht.
  • Kosten für Aus- und Fortbildung einschließlich Erwerb von Literatur sind vom Unternehmen zu tragen.
  • Der interne Datenschutzbeauftragte genießt ausgeprägten Kündigungsschutz mit einem Jahr Nachwirkung. Eine Abberufung ist nur langsam und unter großem Aufwand möglich.

Externer Datenschutzbeauftragter

  • Einnahme einer neutralen Perspektive, dadurch kein Risiko der Betriebsblindheit.
  • Erfahrung und das Arbeiten auf Basis erprobter Konzepte versprechen eine hohe Effizienz und somit ein schnelles Erreichen des erforderlichen Datenschutzniveaus zu niedrigen Kosten.
  • Der externe Datenschutzbeauftragte haftet im Rahmen der vereinbarten Summe für sein Handeln. Dadurch ist mehr Sicherheit für das Unternehmen geboten.
  • Ausschließliche Konzentration auf Aufgaben, die mit dem Datenschutz in Verbindung stehen.
  • Mitarbeiter nehmen den externen Datenschutzbeauftragten und dessen Aufgaben anders wahr. Antwortzeiten fallen erfahrungsgemäß kürzer aus.
  • Ein externer Datenschutzbeauftragter ist bereits ausgebildet, Kosten der Fortbildung werden vom Anbieter selbst getragen. Weiterhin gibt es keine Ausfallzeiten durch Aus- und Fortbildung.
  • Vereinbarung regulärer Kündigungsfristen über den Dienstvertrag ist möglich.